CalDAV und CardDAV

Der Kalenderserver ist schnell auf der Synology installiert. Anschließend steht eine Weboberfläche für den Synology-Benutzer oder mittels Freigabe auch der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Unter der Voraussetzung, dass die Diskstation auch öffentlich zu erreichen ist, kann man schnell auch einen Mac oder iOS Geräte an das Adressbuch oder den Kalender anbinden. Dazu kann der Adressbuchserver ebenfalls die Portfreigabe 5001, die für den DSM-Zugriff bereits eingerichtet wurde, verwenden.

Was für macOS und iOS sehr gut funktioniert, geht bei Outlook nicht ganz so einfach von der Hand, da hier erst einmal einige Hilfsmittel installiert werden müssen. Genau für Outlook gibt es den Outlook CalDAV Synchronizer, der als OpenSource kostenfrei geladen werden kann. Zwingend ist dazu allerdings auch ein Besuch bei Microsoft notwendig, um dort das Microsoft Visual C++ 2008 Redistributable Package herunter zu laden.Fehlt das Visual Paket dann ist von dem Plugin nicht viel zu sehen.

Als Alternative hat sich noch ein Anbieter (cfos) zu Wort gemeldet. Bis Ende 2018 ist auch dieses Plugin erst einmal kostenlos und soll die gleichen Fähigkeiten bieten: Kalender- und Adressbuch Synchronisation von Synology WebDAV mit Outlook.

Die Einrichtung ist etwas tricky und bringt unterschiedliche Fehlermeldung zu Tage. Hier ist viel kreativer Raum und Fachwissen notwendig. An sich gibt es ja nicht viele Optionen und Einstellungen in den Tool, allerdings müssen die wenigen Einstellungen dann aber auch wirklich passen. Im Netz beschweren sich reihenweise die user, das es mal und mal wieder nicht funktioniert. So richtig zuverlässig ist da meiner Ansicht nach auch nicht wirklich.

Oftmals scheitert es an der URL zum Adressbuch. Die URL lautet dann ungefähr nach diesem Schema: https://DYNDNS-Adresse:port/adressbooks/users/SYNO-BENUTZER/adressbook/

Auf der Suche nach den optimalen Werkzeug, was zumindest glatt zu konfigurieren ist und auch den Namen Synology zumindest schon mal in seine Beschreibung aufgenommen hat, bin ich dann noch auf ein sehr umfangreiches Synch-Tool gestoßen.

gSyncit von Fieldston Software

Ich habe das Outlook Addon installiert und innerhalb weniger Minuten, den Calender und die Kontakte in das Outlook 2013 eingebunden. Sehr gut gefällt mir die Einrichtung der Synchprofile, die für die unterschiedlichen Anbieter (unter anderem auch Synology) angeboten werden. Damit ist die Einrichtung des Synchronisierten Kalender oder Adressbuch fast ein Kinderspiel und es gibt unzählige Parameter und Optionen.

Bisher ist gSyncit, eines der wenigen Plugins für Outlook, die auf Anhieb funktionieren, Und bei so einer Vielfalt von Möglichkeiten sind die Lizenzkosten von $19,99 auch nicht wirklich viel. Die Lizenzgebühr ist sogar gestaffelt und geht bei 2 Stück sogar auf 15,99 herunter. Aber zum ersten Herumprobieren kann man die Software auch erst einmal 30 Tage testen und muss dann allerdings die Synchronisierung selbst anstoßen, da die „Automatische Synchronisation“ der lizenzierten Version vorbehalten ist.

Auch wenn Outlook und der Synology Kalender, sowie das Adressbuch mit Hilfe der Addons fleißig gesyncht werden, so ist das natürlich kein Vergleich und schon gar kein Ersatz für ein echtes Exchange-Konto. Sicherlich kann man auch im Adressbuch von Teamarbeit sprechen und mit Hilfe von Berechtigungen den Zugriff auf ein gemeinsames Adressbuch realisieren, aber es fehlen dann doch hier und da die gewohnten Exchange-Funktionen.

Auch der Synology-Kalender – der sich alle paar Minuten über ein Addon mit dem lokalen Outlook abgleichen lässt, ist trotzdem kein Exchange Kalender. Wer in seinem Outlook die Kalenderfreigabe, Terminplanung im Team oder auch Teamkalender verwendet, wird mit dem Umstieg auf den Synology-Kalender einige Abstriche machen müssen.

Für kleine Handwerks-Betriebe oder Freelancer die jeden Tag unterwegs sind und mit mobilen Geräten ebenso wie mit Ihrem Arbeits-PC eine preiswerte Lösung suchen ist das eine echte Alternative, Auf jeden Fall, wenn Sie bereits über eine Synology Diskstation verfügen.

Fazit:
Wer auf die Management-Funktionen und Vorzüge eines Exchange-Server verzichten kann und eh nicht im Team im Outlook arbeitet, der ist mit dem Kalender-Server und WebDAV von Synology bestens beraten. Die $20 sollte man dann aber noch investieren.

Unternehmen die bislang auf Ihren Exchange-Server gebaut haben und Kalender, Kontakte, Aufgaben und Notizen in Outlook produktiv und im Team verwenden, sollten den Wechsel auf die Synology-Kalender und Adressbook vorher genau durch denken. Hiermit geht der Vorteil den ein Microsoft Exchange Server in Verbindung mit Outlook bietet, verloren.

Fähigkeiten

Gepostet am

3. Oktober 2018

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3. Oktober 2018