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Inbetriebnahme und Einrichtung einer Synology Diskstation

erste Schritte zur Einrichtung der Synology Diskstation

 1.Vorarbeiten Synology Hardware

Um die Einrichtung Ihrer neuen Synology Diskstation abzuschließen, benötigen Sie unbedingt einen Router oder Server der über das DHCP-Protokoll verfügt. Dies ist in den meisten Fällen schon gegeben, sofern Sie einen Internet-Router einsetzen.

Bevor Sie sich an die Netzwerkeinrichtung Ihrer DISKSTATION machen, steht erst einmal der Einbau der Festplatten an, da diese i.d.R. gesondert geliefert werden, bzw. zusätzlich bestellt werden müssen. Der Einbau der 2, 4 oder 5 Festplatten ist vom Modell abhängig.

Bei den kleineren Modellen mit 2 Festplatten-Schächten, müssen diese meist mit Schrauben im Inneren der Diskstation befestigt werden. Dazu muss das Gerät mit 2 bis 3 Schrauben kurz geüffent werden, wie das Video unten bei einer DS 215 zeigt. 

Auch hier wäre es möglich gleich SSD-Festplatten einzusetzen, allerdings sollten diese dann mit sogenannten 2.5 -> 3.5 Einbaurahmen versehen werden.

Bei den Neueren und vor allem den Plus-Modellen befinden Sie die Festplatten-Einschübe (Tray) direkt vorn und können meist ohne Werkzeug eingesetzt werden. Dazu werden die Trays heraus gezogen, die Festplatten im Tray befestigt, oder die SSDs im Tray verschraubt und anschießend wieder eingeschoben.

Das Video unten zeigt den Einbau der Festplatten (und Arbeitsspeicher) in einer DS 218+ und ist bei den anderen Plus-Modellen auf die gleiche Weise zu bewerkstelligen.

Natürlich lassen sich nicht nur herkömmliche SATA-Festplatten einbauen, das geht ebenso auch mit den deutlich schnelleren SSD-Platten, wie das Video in unserem YouTube-Kanal veranschaulicht. 

Video: SSD-Einbau anzeigen (im neuen Fenster)

Die erste Inbetriebnahme der Diskstation

2. Synology mit dem Netzwerk verbinden

Sobald die Festplatten montiert worden sind, steht nun die erste Installation vom DSM System an. Der DSM (Disk Station Manager) bildet die Basis, damit später überhaupt Daten und Pakete auf die Synology installiert werden können.

Der DSM steht mittlerweile in 2 Versionen zur Verfügung. Wir verwenden hier die Version DSM 6.2, wobei die Version DSM 7 fat identisch erfolgt.

Damit das gelingt sollte die Synology nun mit dem Netzwerk-Router verbunden werden, also mit dem Netzwerk indem sich auch Ihr Arbeitsplatz-Computer befindet.

Nachdem Sie die Diskstation mit dem Netzwerk verbunden haben, benötigen Sie die IP-Adresse die Sie meist über den Router herausfinden können, um die eigentliche Einrichtung einzuleiten. Die eigentliche DSM Installation erfolgt dann über einen Internet-Browser.

3. IP-Adresse der Synology heraus finden

Sofern Sie keinen Zugriff auf den Router haben, oder die zugewiesene IP-Adresse nicht ermitteln können, können Sie auch den Synology Assistenten verwenden, den Sie hier von der Synology Webseite herunterladen können.

Synology Assistent

Wenn Sie den Synology Assistent starten, dann durchsucht dieser sofort Ihr Netzwerk nach Synology-Systemen und zeigt dessen Status an. Das Gerät welches noch nicht eingerichtet wurde, zeigt den Status “Nicht installiert” an .
Jetzt können Sie mit der rechten Maustaste eine Verbindung zur Konfigurations-Webseite aufbauen und mit der Einrichtung des Betriebssystem DSM 6.2 oder DSM 7 beginnen.

Sollte der Assistent keine große Hilfe sein und dort keinerlei Ergebnisse darstellen, dann könnte das an der Firewall liegen, die standrdmäßig bei Windows aktiv ist. 
Es gibt aber auch noch einen anderen Weg, die IP-Adresse der Synology herauszufinden, wie das Video unten zeigt.

4. Installation Webseite der Synology aufrufen

 

Synology einrichtungsassistent

Damit starten Sie die Installation des Betriebssystems DSM 6.2 auf der Diskstation und es werden gleich im Anschluss die Festplatten aktiviert und formatiert, damit diese Ihre Daten aufnehmen kann und und Sie weitere Pakte und Dienste installieren können.

Das Synology Betriebssstem DSM liegt für manche Modelle auch schon in der  Version DSM 7 vor, was sich aber nur optisch etwas von der hier gezeigten Installationsroutine mit DSM 6.2, unterscheidet.

Wie das ganze im Detail aussieht zeigt das folgende Video:

4. Die Installation des Synology Betriebssystem DSM 6.2 (oder DSM 7)

Im diesem Schritt wird das aktuellste DSM-Paket aus dem Internet heruntergeladen und auf die Synology-Festplatte installiert. Das DSM (Disk Station Manager) liegt zur Zeit sogar schon in der Version 7 vor und ist die Basis und muß grundsätzlich als Erstes installiert werden, bevor andere Software-Pakete installiert werden können.

In meinem Beispiel zeige ich die Installaiton des DSM 6.2. Die meisten neueren Modelle bieten aber auch die Installation der neueren Version DSM 7 an, wobei die Installations-Schritte aber sehr ähnlich (fast identisch) sind.

Die Installation des aktuellen DSM wird über den Assistenten abgewickelt und führt auf die Einstellung zur “Aktualisierung und Wartung”, die Sie hier festlegen können. Um zukünftigen Sicherheitsproblemen aus dem Weg zu gehen, sollten Sie den DSM veranlassen, dass er regelmäßig nach neuen DSM-Updates sucht und diese installiert.

 

4. Die ersten Schritte mit dem Synology DSM Betriebssystem

Der Installationsassistent sollte nun die Grundeinrichtung wie Festplatten, Volume, Quick Connect Dienst eingerichtet haben und evt. auch schon einige Pakete, die nach Meinung von Synology als wichtig oder populär betrachtet wurden.

Im nächsten Schritt verschaffen wir uns erst einmal einen groben Überblick über die Synology. Wo ist was und wo kann ich was einstellen?

Genau auf diese Fragen, liefert unser Teil 2 der Videoserie, die passenden Antworten.

Über den QuickConnect-Dienst legen Sie fest ob und unter welchem Namen Ihre Synology NAS aus dem Internet zu erreichen ist, ohne sich groß Gedanken über Firewall und Portweiterleitungen machen zu müssen. Diesen Schritt können Sie aber auch später jederzeit nachholen, wenn das Betriebssystem komplett installiert ist.

5. Das erste Volume anlegen

Nach erfolgter Installation des DSM, steht die Auswahl des Festplattensystem an. Auch dieses könnte man direkt über den Installationsassitent erledigen. Wer das aber selbst einrichten möchte, kann diesen Schritt auch ersteinmal überspringen und die Festplatten-Konfiguration später noch nachholen.

Im Speichermanager kann anschließend dann der erste Speicherpool und das oder die Volumes eingerichtet werden. Hier ist der Typ Raid 1 oder das neue Synology System SHR zu bevorzugen. SHR (Synology Hybrid System) und Raid 1 bieten ein gewissen Schutz an Ausfallsicherheit, da die Daten nonstop auf beide (oder mehrere) Festplatten gespiegelt werden.

Im Falle eines Ausfalls einer Festplatte, kann diese ersetzt werden während die Benutzer weiterhin auf die DiskStation zugreifen. Ein Raid oder SHR besteht aus mindestens 2 Festplatten und reduziert die Gesamtkapazität um die Hälfte. Bei 2 Festplatten von je 2 Terabyte stehen also nur 2 und nicht 4 TB Speicherplatz zur Verfügung.

5.1 RAID Typen und Speicherplatz kalkulieren

Bei der Auswahl für welchen RAID-Typ mann sich entscheiden sollte, hilft ein Blick in den RAID-Claculatur auf der Synology-Webseite..

Bei der Verwendung von nur 2 Festplatten, fällt die Entscheidung nicht ganz so schwer. Sofern das Modell es zulässt, kann auch hier gleich ein SHR-Verbund ausgewählt werden, was den Vorteil hätte, das der Speicherplatz mit einer Erweiterungseinheit DX1517 schnell und unkompliziert, erweitert werden könnte.

Anderfalls ist auch der Typ RAID 1 eine sehr gute Option, dessen Kapazität jedoch nur durch den Austausch der beiden Festplatten, erweitert werden kann.

Ein passende Video dazu findet Ihr hier (öffnet im neuen Fenster)

Zugriff auf die SYNOLOGY DiskStation

Damit die Benutzer im Netzwerk einen Zugriff auf den Speicherplatz auf der Synology erhalten können, ist nun die Erstellung eines “Freigegebenen Ordner” notwendig. Diese Aufgabe kann über die Systemsteuerung erledigt werden, wo auch die Berechtigungen für diese Daten-Freigabe definiert werden.

1. Benutzer hinzufügen

Um den Zugriff auf einzelnen Ordner zu managen und einzurichten ist in der Systemsteuerung des DSM, das Anlegen von weiteren Benutzern erforderlich. Wer sehr viele Synology-Nutzer hat, kann auch diese auch gleich in Gruppen zusammenführen und die Berechtigung gleich auf Gruppenebene abwickeln

Nachdem weitere Benutzer angelegt wurden, können Sie diesen die Zugriffsrechte auf Ordner, Volumens und Applikationen gewähren,  Möchten Sie z.B. das alle Benutzer der DSM Zugriff auf den Ordner Audio erhalten, aber nur einige ausgewählte Benutzer auf den Rechnungs-Ordner zugreifen können, dann müssen im Vorfeld erst die entsprechenden Benutzer oder auch Benutzergruppen angelegt werden.

Natürlich sind diese Einstellungen jederzeit durch einen Adminstrator wieder veränderbar.

2. Dienste anpassen

Sollte die Diskstation zukünftig auch aus dem Internet erreichbar sein, oder diverse Apps auf Tabletts und Smartphones zum Einsatz kommen, so sind in der Steuerzentrale “Systemsteuerung” noch weitere Anpassung zu Diensten wie SMB, FTP, rSync oder TimeMachine zu erledigen.

Nicht benötigte Dienste und Ports können über die Firewall auf der Synology deaktiviert werden um das Sicherheitsrisiko zu minimieren. Ebenfalls sollten auch die Netzwerkeinstellungen angepasst und noch optimiert werden.

3. Grundsätzliche Sicherheitseinstellungen

Sobald Ihre Synology über das Internet erreichbar ist, gilt es die Sicherheit Ihrer Daten und Ihrer Dienste im Auge zu behalten. Seit einiger Zeit stehen die NAS Systeme von Synology und von QNAP besonders im Fokus der Online-Verbrecher.

Die Hacker versuchen sich dabei unbemerkt Zugriff auf die NAS-Systeme zu verschaffen und dort Schadecode und Malware einzuschleusen, um den Besitzer zu erpressen und die Daten zu verschlüsseln.

Insbesondere schlecht konfigurierte NAS-Systeme, die über das Internet erreichbar sind, werden gerne von Hackern in´s Visir genommen und überstehen häufig die erste Angriffswelle noch nicht mal.

Einen groben Überblick über die Sicherheitsmaßnahmen zeigt unser Video zu den 11 wichtigen Sicherheitstipps, die jeder Synology Besitzer befolgen sollte, da der Schaden anderfalls immens hoch werden kann.

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weiter zum nächsten Kapitel

Im nächsten Kapitel steht die Installation der eigentlichen Synology-Pakete an. Nun können die Funktionen mit Paketen installiert werden